„Eine Wärmepumpe geht doch nur mit Fußbodenheizung“ – diesen Satz hören wir oft. Er stimmt so nicht. Viele ältere Häuser in Hildesheim und Umgebung lassen sich gut mit einer Wärmepumpe beheizen, auch mit ganz normalen Heizkörpern. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern wie warm das Heizungswasser an den kältesten Tagen sein muss.

Die wichtigste Zahl: die Vorlauftemperatur

Eine Wärmepumpe arbeitet umso effizienter, je niedriger die Temperatur ist, die sie erzeugen muss. Als Faustregel gilt: Reichen an kalten Wintertagen rund 55 °C Vorlauftemperatur oder weniger, damit alle Räume warm werden, ist ein Haus in der Regel gut für eine Wärmepumpe geeignet. Je niedriger dieser Wert, desto günstiger der Betrieb.

Ein einfacher Selbsttest: Drehen Sie in der Heizperiode die Vorlauftemperatur Ihrer jetzigen Heizung schrittweise herunter. Bleibt es in allen Räumen behaglich, ist das ein gutes Zeichen. Wird es nur in einzelnen Räumen zu kühl, liegt es oft an einem zu kleinen Heizkörper – und das lässt sich gezielt beheben.

Was wir vor der Planung prüfen

  • Heizlast: Wie viel Wärme braucht das Haus tatsächlich? Das berechnen wir raumweise, statt einfach die Leistung des alten Kessels zu übernehmen – der ist oft deutlich überdimensioniert.
  • Heizkörper: Wir prüfen, ob jeder Heizkörper seinen Raum auch bei niedrigerer Vorlauftemperatur warm bekommt.
  • Dämmzustand: Neue Fenster oder eine gedämmte oberste Geschossdecke senken den Wärmebedarf spürbar – eine Komplettsanierung ist aber keine Voraussetzung.
  • Warmwasser: Wie viel Warmwasser wird gebraucht, und wo steht der Speicher?
  • Aufstellort: Wo kann die Außeneinheit stehen – mit Blick auf Schall, Abstände zum Nachbarn und kurze Leitungswege?

Wenn einzelne Heizkörper zu klein sind

Meist müssen nicht alle Heizkörper getauscht werden. Häufig reicht es, in zwei oder drei Räumen einen größeren Heizkörper oder ein Modell mit mehr Heizfläche einzubauen. In manchen Fällen helfen auch spezielle Niedertemperatur-Heizkörper. So bleibt der Aufwand überschaubar.

Ohne hydraulischen Abgleich geht es nicht

Damit jeder Raum genau die Wärmemenge bekommt, die er braucht, stellen wir die Heizungsanlage per hydraulischem Abgleich ein. Das spart Energie, sorgt für gleichmäßige Wärme und ist bei der staatlichen Förderung für den Heizungstausch ohnehin vorgeschrieben.

Förderung für den Umstieg

Für den Einbau einer Wärmepumpe gibt es eine Förderung über die KfW. Sie setzt sich aus einer Grundförderung und möglichen Boni zusammen. Wir begleiten Sie dabei und stellen als Fachbetrieb die nötigen Bestätigungen aus. Mehr zu Kosten und Förderung lesen Sie in unserem Beitrag Was kostet eine Wärmepumpe in Hildesheim?

Unser Fazit

Ein Altbau mit Heizkörpern ist kein Ausschlusskriterium. Mit einer sauberen Heizlastberechnung, dem Check der Heizkörper und einem hydraulischen Abgleich läuft eine Wärmepumpe auch im Bestand effizient. Alles Weitere zu unserem Angebot finden Sie auf der Seite Wärmepumpe Hildesheim.

Sie möchten wissen, ob Ihr Haus geeignet ist? Rufen Sie uns an unter 05121 8734923, schreiben Sie per WhatsApp oder nutzen Sie unser Kontaktformular.